Nicht jeder Tag eignet sich für einen langen Ausflug. Regen, große Hitze, Krankheit oder ein voller Terminkalender können dafür sorgen, dass die gemeinsame Zeit überwiegend zuhause stattfindet. Trotzdem braucht dein Hund Möglichkeiten, zu schnüffeln, nachzudenken und gemeinsam mit dir aktiv zu sein.
Beschäftigung in der Wohnung kann Spaziergänge und Bewegung im Freien nicht ersetzen. Sie ist aber eine wertvolle Ergänzung, die Abwechslung in den Alltag bringt und die Zusammenarbeit zwischen dir und deinem Hund stärkt.
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Worauf solltest du bei der Beschäftigung achten?
Gute Beschäftigung muss weder kompliziert noch besonders lang sein. Entscheidend ist, dass die Aufgabe zu deinem Hund passt.
Beachte dabei:
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Beginne mit einfachen Aufgaben.
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Steigere die Schwierigkeit nur langsam.
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Beende das Spiel, bevor Frust oder starke Unruhe entstehen.
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Rechne verwendete Leckerlis in die tägliche Futtermenge ein.
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Beaufsichtige deinen Hund bei Spielzeugen, Kartons und Kauartikeln.
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Plane anschließend ausreichend Ruhe ein.
Wie viel Bewegung und Beschäftigung ein Hund benötigt, hängt unter anderem von Alter, Gesundheit, Charakter und körperlicher Verfassung ab.
1. Eine kleine Futtersuche vorbereiten
Eine der einfachsten Beschäftigungsmöglichkeiten ist eine Suche mit kleinen Futterstücken. Verteile zunächst wenige gut sichtbare Stücke in einem Zimmer und gib deinem Hund anschließend ein Suchsignal.
Wenn dein Hund das Prinzip verstanden hat, kannst du die Stücke nach und nach schwieriger platzieren – beispielsweise neben einem Tischbein, unter einem leichten Handtuch oder hinter einem geeigneten Gegenstand.
Achte darauf, dass dein Hund keine Möbel verschiebt oder Gegenstände aufnimmt, die für ihn ungeeignet sind.
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2. Das Becherspiel ausprobieren
Für dieses einfache Denkspiel benötigst du zunächst nur einen stabilen Becher und ein kleines Futterstück.
Zeige deinem Hund das Futter, lege es auf den Boden und stelle den Becher darüber. Lass ihn selbst herausfinden, wie er an die Belohnung gelangt. Sobald das zuverlässig funktioniert, kannst du zwei oder drei Becher verwenden.
Am Anfang sollte dein Hund beobachten dürfen, unter welchem Becher das Futter liegt. Erst später kannst du die Positionen vorsichtig verändern. Wird dein Hund unruhig oder verliert das Interesse, vereinfache die Aufgabe wieder.
3. Einen Teil der Mahlzeit im Beschäftigungsspielzeug anbieten
Statt die gesamte Mahlzeit aus dem Napf zu füttern, kannst du einen Teil davon in einem geeigneten Beschäftigungsspielzeug anbieten. Dein Hund muss dann mit Nase, Zunge oder Pfoten arbeiten, um an das Futter zu gelangen.
Befüllbare Spielzeuge wie der West Paw Toppl oder Qwizl eignen sich – abhängig von Größe, Fressverhalten und Produktfreigabe – für unterschiedliche Formen der Beschäftigung. Verwende nur passende Lebensmittel und beachte immer die Herstellerhinweise.
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Lass deinen Hund mit einem neuen Spielzeug zunächst nicht unbeaufsichtigt und kontrolliere es regelmäßig auf Beschädigungen.
4. Gemeinsam einen neuen Trick lernen
Kurze Trainingseinheiten beschäftigen deinen Hund und verbessern eure Kommunikation. Wähle eine überschaubare Aufgabe und zerlege sie in kleine Schritte.
Geeignete Übungen für zuhause sind beispielsweise:
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mit der Nase deine Hand berühren,
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auf eine Decke gehen,
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einen Gegenstand mit der Pfote berühren,
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das Kinn ruhig auf deiner Hand ablegen,
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zwischen zwei Gegenständen unterscheiden.
Trainiere lieber mehrmals für wenige Minuten als einmal sehr lange. Dein Hund sollte verstehen können, welches Verhalten zur Belohnung führt.
5. Spielzeuge benennen und unterscheiden
Viele Hunde können lernen, einzelne Spielzeuge anhand ihres Namens auszuwählen. Beginne mit einem Spielzeug, das dein Hund besonders gerne mag.
Zeige es ihm, nenne deutlich den gewünschten Namen und belohne jede passende Annäherung. Später kannst du ein zweites Spielzeug ergänzen und deinen Hund auffordern, gezielt eines davon auszuwählen.
Als nächster Schritt kann er lernen, das Spielzeug zu dir zu bringen oder in einen Korb zu legen. So entsteht aus einer kleinen Übung nach und nach ein abwechslungsreiches Aufräumspiel.
6. Eine sichere Suchkiste bauen
Eine Pappkiste kann mit zerknülltem Papier, einem Handtuch und einigen versteckten Futterstücken zu einem spannenden Suchspiel werden.
Entferne vorher Klebeband, Metallklammern und andere lose Bestandteile. Verwende ausschließlich Materialien, die für deinen Hund geeignet sind, und bleibe während des Spiels dabei. Frisst dein Hund Papier oder Karton, ist diese Beschäftigung nicht für ihn geeignet.
Beginne mit einer flachen, leicht zugänglichen Kiste. Erst wenn dein Hund ruhig und sicher sucht, kannst du die Futterstücke etwas tiefer verstecken.
7. Einen bodennahen Indoor-Parcours gestalten
Auch körperliche Aufgaben lassen sich vorsichtig in der Wohnung umsetzen. Lege beispielsweise eine rutschfeste Matte aus, stelle zwei stabile Gegenstände zum Umrunden auf oder bilde mit einem Besenstiel auf sehr niedriger Höhe eine Schrittstange.
Vermeide hohe Sprünge, enge Wendungen und Übungen auf glatten Böden. Besonders bei Welpen, älteren Hunden oder Tieren mit körperlichen Beschwerden sollte der Parcours ausschließlich aus langsamen, kontrollierten Bewegungen bestehen. Frage im Zweifel deine Tierarztpraxis, welche Übungen geeignet sind.
8. Kontrolliert zerren und apportieren
Ein kurzes gemeinsames Zerrspiel kann Bewegung und Interaktion miteinander verbinden. Verwende ein passendes, ausreichend großes Spielzeug und etabliere ein Signal, mit dem das Spiel beginnt und endet.
Lass deinen Hund nicht abrupt in die Luft springen und ziehe das Spielzeug nicht ruckartig nach oben. Ruhige Bewegungen auf einer rutschfesten Fläche sind die bessere Wahl.
Auch Apportieren lässt sich in einem ausreichend großen Raum üben. Statt den Gegenstand weit zu werfen, kannst du ihn zunächst nur wenige Meter rollen oder ablegen.
9. Ruhe als Teil der Beschäftigung einplanen
Ein abwechslungsreicher Alltag besteht nicht aus dauerhafter Aktivität. Nach einem Suchspiel oder einer Trainingseinheit sollte dein Hund die Möglichkeit bekommen, zur Ruhe zu kommen.
Eine feste Decke, ein ruhiger Liegeplatz oder ein geeigneter Kauartikel können den Übergang unterstützen. Kauartikel und Spielzeuge müssen zur Größe und zum Kauverhalten deines Hundes passen und sollten besonders zu Beginn nur unter Aufsicht angeboten werden.
Auch entspanntes Beobachten, gemeinsames Sitzen oder ruhiges Streicheln können wertvolle Bestandteile eurer gemeinsamen Zeit sein.
So könnte eine kurze Beschäftigungsrunde aussehen
Du kannst verschiedene Aufgaben miteinander kombinieren:
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Beginne mit einer einfachen Futtersuche.
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Übe anschließend einen bekannten Trick.
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Führe eine neue Aufgabe nur für wenige Wiederholungen ein.
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Beende die Runde mit einer leichten, erfolgreichen Übung.
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Gib deinem Hund danach Zeit zum Ausruhen.
Achte stärker auf das Verhalten deines Hundes als auf die Uhr. Arbeitet er konzentriert und bleibt ansprechbar, passt die Aufgabe wahrscheinlich gut. Bellt er, kratzt hektisch, springt wiederholt oder zieht sich zurück, solltest du die Aufgabe vereinfachen oder eine Pause einlegen.
Fazit: Beschäftigung darf einfach sein
Du brauchst kein aufwendiges Trainingsprogramm, um deinen Hund zuhause sinnvoll zu beschäftigen. Bereits kleine Suchspiele, kurze Trainingseinheiten und gemeinsam genutzte Beschäftigungsspielzeuge bringen Abwechslung in den Alltag.
Entscheidend ist nicht, möglichst viele Aufgaben hintereinander zu erledigen. Viel wichtiger ist eine passende Mischung aus Bewegung, Denkaufgaben, gemeinsamer Interaktion und Ruhe.
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Quellen und weiterführende Informationen
Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Anregungen und ersetzt keine individuelle tierärztliche oder verhaltensmedizinische Beratung.